Havelberg blickt auf eine mehr als 1050jährige Geschichte zurück. Im Zusammenhang mit der ersten Besiedlung dieses Gebietes östlich der Elbe durch die Deutschen wurde 948 durch Otto I. das Bistum Havelberg gegründet. Doch durch den Slawenaufstand 983 wurden die neuen Herren wieder über die Elbe zurückgetrieben. Erst beim zweiten Besiedlungsversuch im 12. Jahrhundert konnten sich die Deutschen endgültig auch in Havelberg festsetzen. Unter Bischof Anselm von Havelberg - wenn nicht schon im 10. Jh. - begannen unsere Vorfahren dann mit dem Bau des noch heute beeindruckenden Domes. Zuerst wurde er als dreischiffige romanische Pfeilerbasilika errichtet und am 16. August 1170 der Jungfrau Maria geweiht. Nach dem Brand von 1279 wurde er dann gotisch wieder aufgebaut. In dieser Zeit wurden auch die Gebäude des Prämonstratenserklosters komplettiert.
Zur wertvollen Ausstattung des Domes gehören die Triumphkreuzgruppe, Ornamentfenster, 3 Sandsteinleuchter und das eichene Chorgestühl aus der Zeit um 1300; die Chorschranke mit 20 Reliefdarstellungen aus dem Leben Jesu um 1400; die Buntglasfenster ebenfalls mit Szenen aus dem Leben Jesu um 1412 und Orgelprospekt, Kanzel sowie Hochaltar um 1700.
1539 wurde im Land Brandenburg die Reformation eingeführt und seit 1561 ist auch der Havelberger Dom evangelisch. Die katholische Gemeinde bekam 1908 im Westflügel des ehemaligen Klosters ihr Domizil, die St. Norbert Kapelle. Das Prignitzmuseum ist seit 1904 in den oberen Klosterräumen beheimatet.
Weitere Informationen siehe http://www.havelberg.de/
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Blick ins Hauptschiff des Domes
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Teilansicht Marienfenster (Die heilige Familie)
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Teilansicht Lettner (Fußwaschung)
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Blick vom Turm in die Havelniederung beim Hochwasser 2002 (im Vordergrund die ehemalige Dechanei)
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Blick vom Dom auf die Stadtinsel - links befindet die Stadtkirche
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